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Partnerschaftsprobleme


Im 20. Jahrhundert und vor allem seit der zweiten Hälfte haben sich Paarbeziehungen stark verändert. Von Ehen und anderen Bindungen wird erwartet, dass sie aus Liebe geschlossen werden, dabei gibt es bei der Partnerwahl kaum noch Einschränkungen nach gesellschaftlicher oder ethnischer Zuordnung. Der wirtschaftliche Aspekt von Paarbeziehungen ist eher in den Hintergrund getreten, die Rollen der Geschlechter sind viel flexibler geworden. Wir wählen unsere Partner selbst aus und müssen uns nicht mehr von unterschiedlicher kultureller Herkunft, größeren Altersunterschieden oder anderen gesellschaftlichen Tabus abhalten lassen. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften werden zumindest in den größeren Städten akzeptiert, ebenso alleinerziehende Mütter oder Väter sowie unverheiratete Paare. In "Patchworkfamilien" (Paare mit Kindern aus verschiedenen Beziehungen) kann man heute ebenso leben wie als Single oder in allen Arten von Wohngemeinschaften; vieles ist möglich geworden, die Auswahl an Modellen ist groß.

Mit mehr Freiheit, mehr Möglichkeit zur Wahl, die unsere Urgroßeltern meist noch nicht hatten, sind aber auch neue Anforderungen und Probleme entstanden.

Die Erwartungen an Partnerschaften sind, was die Emotionen betrifft, hoch. Man baut immer noch gerne auf lebenslange Liebe und Beziehung zu einer Person, obwohl die Statistiken vor allem in Großstädten beweisen, dass bis zu 50% aller Ehen geschieden werden. In unserem immer länger dauernden Leben werden wir nach den Prognosen eher drei längerfristige Beziehungen verschiedenster Art haben als die eine Ehe, die für unsere Großeltern noch die Norm war.

Partnerschaftskonflikte und Scheidungen gelten also als nichts ungewöhnliches mehr. Wir können offen darüber sprechen; trotzdem verursachen sie viel Leid und deutliche Veränderungen im Leben von Erwachsenen und Kindern. Auch wenn es von der Gesellschaft leichter gemacht wird, Beziehungen zu beenden, und /oder alleine zu leben, ändert sich nichts an der emotionalen Belastung, der Angst vor Verlusten und der Sorge um die Zukunft.

Therapeutische Unterstützung kann helfen, solche Krisen leichter zu bewältigen, bietet Entscheidungshilfe und vielleicht auch neue Chancen für unglückliche Partnerschaften. Dabei kann in Einzel- oder Paartherapie auf Wünsche und Erwartungen, Regeln und Gewohnheiten, hilfreiche und destruktive Elemente in den Beziehungen eingegangen werden.

Viele Menschen leben alleine und wünschen sich einen Partner oder eine Partnerin; hier kann nach einer Analyse der Umstände und Probleme geholfen werden sich anderen zu nähern, Kontaktmöglichkeiten wahrzunehmen, Schüchternheit zu überwinden und das Wagnis einer nahen Beziehung einzugehen.

Auch die Wahl der Partner kann Probleme bereiten. Es geschieht häufig, dass sich Personen immer wieder in Männer oder Frauen verlieben, die zu ihnen lieblos und abweisend sind oder mit denen aus verschiedensten Gründen keine erfüllende Beziehung möglich ist. Obwohl die meisten wissen was sie dabei stört und unglücklich macht, können sie sich schwer distanzieren und fühlen sich immer wieder von "den Falschen" angezogen. Mit viel Geduld kann sich auch hier etwas ändern. Dazu ist es nötig, Erfahrungen aus der Kindheit und Jugend einzubeziehen, die Muster entstehen ließen, die zu solchen Verstrickungen führen und Menschen attraktiv und begehrenswert erscheinen lassen, die einem in Wirklichkeit schaden.

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